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Beim Ramsen geht’s nicht nur um die Wurst

Vier Jasser sitzen um den Tisch. >Hesch kei Trumpf<, neckt Heinz. >Wenn du mir so schlechte Karten gibst< Antwortet Peter mit gespielter Entrüstung. Zu den Karten fliegen auch Worte, die vier sticheln, parieren, scherzen. Denn beim Ramset geht es nicht todernst zu. >Es hat gar nicht viel mit Jassen zu tun<, meint Bruno 99,9 Prozent ist Glück.

Im Rothrister Kirchengemeindehaus wird nach vielen Jahren eine alter Rothrister Altjahrs-Brauch angeboten, es ist Ramsen angesagt. Aller Anfang ist schwer mussten die Mannen der Männerriege erfahren, trotzdem wurde an sieben Tische während den nächsten Stunden um die Wurst-Gutscheine gejasst. Wer am schnellsten 17 Striche schreiben konnte hat einen Gutschein zugute. Punkte werden nicht gezählt, und auch sonst gelten beim Ramsen einige spezielle Regeln. , sagt Hebu mahnend und heimst den letzten Stich des Durchganges ein. Denn die Ecken 7 heisst Bälli und ist immer die zweithöchste Trumpfkarte.
>Seit ihr dabei<, fragt Peter seine Gegenspieler, nachdem er seine fünf Karten durchgesehen hat. >Ich möchte schon helfen<, stöhnt Hebu. >Aber du gibst ja Karten, damit könnte man ein ganzes Heimetli verspielen.< Die Sprüche lockern die Jassatmosphäre im Saal auf. >Ramsen darf man nicht so ernst nehmen, jedenfalls nicht bei uns<, erklärt Heinz. Bei den vier Jasser fallen weitere Sprüche. >Du weißt wieder nicht, wie hoch du stechen willst<, tönt es aus der einen Ecke. >Da hast du ein schönes Spiel in der Hand und machst trotzdem nichts<, klagt ein anderer. >Ich gebe nochmals Trumpf<, ruft Heinz. >Und noch einmal< Anny eine der wenigen Frauen freute sich für einmal, dass sie bei dieser Runde ausgesetzt hat. Auf der Jasstafel reihen sich die Striche wie lange Gartenzäune aneinander, und die Härdöpfel hätten für eine prächtige Röschti gereicht. Denn wer Spielt und keinen Stich macht, erhält einen Härdöpfel!.
Und was machen die meisten, wenn sie ihr Spiel beendet und die Gutscheine verteilt sind > dann essen wir noch eine feine Wurst, bevor wir heimgehen.<

 

Bericht: Bruno Barnetta
Fotos: Hansruedi Wülser

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